ISBN: 978-3-941970-04-5. Erscheint im Herbst 2010. Ab sofort bestellbar.
Klar und deutlich hört Sara Fazzan die Stimmen der zwei Männer aus dem Nebenzimmer. Sie sprechen über einen Lokalpolitiker aus Florenz, der wegen Korruption im Gefängnis sitzt und droht, die dunklen Geheimnisse der Partei auszupacken. "Wir müssen ihm einen Beichtvater schicken!" "Aber nichts Spektakuläres!" Es ist die Stimme eines der mächtigsten Männer der italienischen Politik. Wenige Tage später wird in seinem prachtvollen Landhaus inmitten der herbstlich gefärbten Weinberge des Chianti die Leiche des Lokalpolitikers gefunden. Selbstmord, mutmaßen die Zeitungen.
In der italienischen Politik gärt es. Die neue Garde von Populisten will die alten Machthaber endgültig los werden.
Sara Fazzan setzt alle Hebel in Bewegung, um den Auftraggeber des Mordes zu entlarven und gerät unversehens in dieses tödliche Räderwerk undurchsichtiger Intrigen. Auf der fast menschenleeren Superstrada von Siena nach Florenz rammt ein Range Rover mit einem unleserlichen Nummernschild ihren Wagen wieder und wieder - die Mörder haben sie entdeckt. Sie flüchtet quer durch Europa, überall scheinen ihre Häscher zu lauern.Sie kann niemandem mehr trauen, vielleicht nicht einmal dem Mann, in den sie sich eben grenzenlos verliebt hat.
Die Autorin über sich selbst:
Ich bin in Innsbruck geboren und habe in Mailand moderne Sprachen und Literaturwissenschaften studiert und gleichzeitig eine Dolmetscherausbildung absolviert. Seit vier Jahren bin ich wieder in Österreich, vorher lebte ich viele Jahre in Italien, Libyen, England und in der französischen und italienischen Schweiz.
Ich arbeite als Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin und unterrichtete bis vor kurzem Konsekutiv- und Simultandolmetschen in Mailand.
Veröffentlichungen: einige Kurzkrimis in Anthologien, verschiedene Artikel und einen Reisebericht in einer italienischen Zeitschrift.
Gegenwärtig arbeite ich an einem in Libyen spielenden Thriller und zwei weiteren Buchprojekten.
Seit ca. 9 Jahren Mitglied der Mörderischen Schwestern
Buchpremiere in Innsbruck, Buchhandlung Wiederin, 17. November 2010
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ISBN: 978-3-941970-05-2. Erscheint im Herbst 2010.
Bessarabien 1905 – 1918:
Die junge Katharina sehnt sich danach, ihren Mann lebend aus dem russisch – japanischen Krieg zurückzubekommen. Ihr Wunsch erfüllt sich, doch der Heimkehrer ist traumatisiert und seiner Frau fremd. Wenig später geht im Bessaraberdorf Sarata die Angst um. Zwei Frauen werden vergewaltigt. Wer wird die Nächste sein?
In der deutschen Kolonie am Rande des Zarenreiches werden die Verbrechen vertuscht.
Was aber, wenn die russische Justiz davon Wind bekommt?
Das Dorfleben in der bessarabischen Steppe geht weiter und Katharina kämpft um ihre große Liebe. Auch als alles darauf hin deutet, dass ihr Mann etwas mit den Verbrechen zu tun hat, verschließt sie die Augen.
In dem Debüt der Autorin vermischt sich die dramatische Liebesgeschichte mit spannender Unterhaltung und zentralen Ereignissen der Geschichte.
Interessant wird dem Leser verdeutlicht, was sich in dieser Zeit in der deutschen Kolonie Sarata verändert: vom Beschaffen des ersten Benz Autobusses aus Deutschland über den Bau der Eisenbahnlinie während des Ersten Weltkrieges bis zur bessarabisch-russischen Küche mit Strudeln und Borschtsch.
geboren 1961 in Stuttgart, absolvierte ein Literaturstudium an der Axel Andersson Akademie in Hamburg und wirkte an der Drehbuchwerkstatt am Kölner Filmhaus mit. Die Autorin arbeitet an einer Schule für Geistigbehinderte und lebt mit ihrer Familie in Freiberg am Neckar.
Martina von Schaewen hat sich in ihrem historischen Krimi “Im Tode bin ich dein” die deutsche Aussiedlerkolonie Sarata im Jahre 1905 als Tatort gewählt. Das Bessaraberdorf liegt fernab aller großen Handelswege und fristet ein friedliches Dasein. Daran ändert auch der russisch-japanische Krieg nichts, von dem die Bewohner so gut wie nichts mitbekommen – obwohl sie dem russischen Zarenreich angehören.
Das Idyll wird erst gestört, als Johann Jakob, der Mann der jungen Katharina, traumatisiert aus dem Krieg heimkehrt. Auf den Schlachtfeldern der Mandschurei hat er den Kugelhagel der Maschinengewehre überlebt, kann darüber aber ebenso wenig sprechen wie über andere Erlebnisse im Krieg. Als zwei Frauen vergewaltigt werden, gerät der schweigsame Heimkehrer in Verdacht.
Katharina ignoriert alle Anzeichen, die auf ihren Mann als Täter hinweisen. Sie kämpft um ihre große Liebe und glaubt an seine Unschuld. Ihr kommt es zupass, dass der Bürgermeister kein Interesse daran hat, die russische Polizei in die deutsche Kolonie zu holen und die Tat vertuscht.
Die 48-jährige Freibergerin Martina von Schaewen hat ein Literaturstudium an einer Hamburger Akademie absolviert und arbeitet an einer Schule für Geistigbehinderte in Bietigheim-Bissingen. In ihrem Debütroman verbindet sie auf spannende Weise eine Liebesgeschichte mit einem Kriminalfall. Die Autorin, Tochter von bessarabischen Heimkehrern ins Württembergische, zeichnet das Leben um die Jahrhundertwende mit viel Treue zum Detail. Der Leser erlebt in „Im Tode bin ich dein“ die verschiedenen Stimmungen der Dorfbewohner während der Jahre 1905-1918: von der Freude über die Beschaffung eines ersten Benz-Autobusses aus Deutschland bis zum bedrückenden Bau der Eisenbahnlinie beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914.
Martina von Schaewen hat in historischen Quellen geforscht und sich intensiv mit dem Leben ihrer schwäbischen Vorfahren auseinander gesetzt, die im Jahr 1940 im Zuge des Hitler-Stalin-Paktes nach Polen zwangsumgesiedelt wurden und nach 1945 in die ursprüngliche Heimat nach Württemberg zurückkehrten. Von dort waren viele Schwaben zu Beginn des 19. Jahrhunderts wegen großer Hungersnöte in die bessarabische Steppe ausgewandert.